Kopenhagen 2014. Foto Nikolaj Lund

BIOGRAPHIE

Joana Mallwitz ist seit Beginn der Spielzeit 2018/19 Generalmusikdirektorin des Staatstheaters in Nürnberg, wo sie in der laufenden Saison die Neuproduktionen von Prokofjews „Krieg und Frieden“ und Wagners „Lohengrin“ dirigieren wird. Zudem wird sie ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit „Eugen Onegin“ und „L’elisir d’amore” geben und eine Neuproduktion von „Der Rosenkavalier“ an der Den Norske Opera Oslo leiten.

Von 2014/15 bis Ende der Saison 2017/18 war sie Generalmusikdirektorin des Theaters Erfurt. Dort leitete sie u.a. die Neuproduktionen von „Wozzeck“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tosca“, „Così fan tutte“, „Madama Butterfly“, „Don Giovanni“, „Die Zauberflöte“ und „Die lustige Witwe“. Auf ihre Initiative wurde die Orchester-Akademie des Philharmonischen Orchesters Erfurt ins Leben gerufen, sie begründete das Composer in Residence-Programm „Erfurts Neue Noten“ und konzipierte das erfolgreiche Konzertformat der „Expeditionskonzerte“.

In der vergangenen Spielzeit dirigierte sie eine Neuproduktion der „Lustigen Witwe“ an der Oper Frankfurt, wo sie im Frühjahr 2017 bereits erfolgreich mit Debussys „Pelléas et Mélisande“ debütierte. Zudem kehrte sie nach ihren Erfolgen mit „Cavalleria rusticana“/“Pagliacci“, „Der fliegende Holländer“, „Madama Butterfly“ und „Macbeth“ ein weiteres Mal für eine Aufführungsserie der „Zauberflöte“ an die Königliche Oper Kopenhagen zurück.

Joana Mallwitz gastierte bereits am Opernhaus Zürich („Macbeth“), an der Hamburgischen Staatsoper („Elisir d’amore“) sowie mit Wagners „Rheingold“ und „Götterdämmerung“ an der Lettischen Nationaloper in Riga. Konzerte führten sie u.a. mit dem Royal Danish Orchestra, den Dresdner Philharmonikern, den Göteborger Symphonikern, dem HR Sinfonieorchester, dem Philharmonia Orchestra London, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und mit der Kremerata Baltica zusammen. In der Saison 18/19 sind u.a. Konzerte mit dem SWR Symphonieorchester Stuttgart, dem Frankfurter Museumsorchester und den Stuttgarter Philharmonikern geplant.

Ihre Karriere begann Joana Mallwitz als Kapellmeisterin am Theater Heidelberg, wo sie bereits früh ein breites Repertoire dirigierte, so zum Beispiel Beethovens „Fidelio“, Mozarts „Idomeneo“, „Le nozze di Figaro“, „La clemenza di Tito“, Rossinis „Il barbiere di Siviglia“, Strauss‘ „Salome“, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ sowie Verdis „Aida“ und „Rigoletto“. Sie studierte Dirigieren bei Martin Brauß und Eiji Oue sowie Klavier bei Karl-Heinz Kämmerling und Bernd Goetzke an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. 2009 wurde sie mit dem »Praetorius Musik-Förderpreis 2009« des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.